Nextcloud 15

Ich habe die am 10.12.2018 veröffentlichte Version zum Anlaß einer Neuinstallation genommen. Als Grundlage dient mir ein Minimal-Debian (meine bevorzugte Distribution für Serveranwendungen) als VM auf der TS-253B. Die Maschine hat einen Kern, 512MB RAM und 50GB HDD zugewiesen bekommen. Für die Installation von Nextcloud habe ich mich grob an an einem Tutorial orientiert. Nach der erfolgreichen Grundinstallation werdet ihr von einer ganzen Reihe Einrichtungswarnungen samt Rechtschreibfehlern begrüßt. 🙂

Die ersten beiden Warnungen kann man beseitigen, indem man das Rewrite-Modul für Apache2 aktiviert. Das macht man am besten über die Konsole. a2enmod rewrite

Für die Warnung bezüglich des PHP-Cache müssen wir das passende Paket noch installieren. Das geschieht mit apt-get install php7.0-apcu.
Um das Paket nun auch noch zu aktivieren, müsst ihr in die config.php von Nextcloud (meist unter /var/www/html/nextcloud/config) ‘memcache.local’ => ‘\OC\Memcache\APCu’, hinzufügen. Um die Veränderungen einzulesen und zu übernehmen noch den Apache2-Dienst mit systemctl restart apache2 neu starten.

Um die Warnung des fehlenden PHP-OPcache zu eliminieren reicht es in die  /etc/php/7.0/apache2/php.ini

opcache.enable=1
opcache.enable_cli=1
opcache.interned_strings_buffer=8
opcache.max_accelerated_files=10000
opcache.memory_consumption=128
opcache.save_comments=1
opcache.revalidate_freq=1

am Ende der Datei zu hinterlegen.

Für den Fehler des fehlenden PHP-Moduls “imagick” reicht es dieses mit  apt-get install php-imagick nachzuinstallieren und den Apache2 neu zu starten.

Mit den bisherigen Schritten werden die Warnungen/Fehlermeldungen schon weniger. Mit den restlichen Bemängelungen habe ich mich noch nicht näher beschäftigt. Eventuell weiß ja der ein oder andere Besucher mehr. Der Zugriff über HTTPS ist in meinem Umfeld weniger von Bedeutung, da schon andere Maßnahmen getroffen wurden. Das Changelog hält wie immer ausführliche und detaillierte Information bereit. 


QTS 4.3.5.0713

Für meine QNAP TS-253B ist ein neues Major-Release veröffentlicht worden.
Es hört auf den Namen 4.3.5 und ist gestern zum Download bereitgestellt worden. 
Dem Release gingen 3 Betas voraus (4.3.5.0684 Public Beta, 4.3.5.0691 Public Beta 2 und 4.3.5.0699 Public Beta 3) die ich aber allesamt ausgelassen habe. Erfreulicherweise hat mich mein NAS drauf hingewiesen, daß man das Update besser nach einem Neustart machen sollte.

Die reine Installation der neuen Firmware war in knapp 2 Minuten erledigt. Nach dem erforderlichen Reboot stand noch eine Dateisystemprüfung an. Diese dauerte bei meinen 2 Volumen etwa 10 Minuten.

Erste große und sichtbaren Neuerungen sind bei dem virtuellen Switch sowie dem Notification Center zu sehen.

 

Der virtuelle Switch zeigt nun welche VMs über welchen Switch gehen. So eine Art Topographie der Netzwerkumgebung. Und über das Notification lassen siche eigenständige Regeln der Benachrichtigung über Ereignisse definieren.

Insgesamt ein rundum gelungenes Update ohne Komplikationen oder Fehler.  

Ausführliche und detaillierte Informationen über Neuerungen, Änderungen und Fixes liefert das Changelog.
Im hiesigen Forum der QNAP-ianer gibt auch einen Thread der sich ganz der neuen Version widmet.

MailPlus Server

Vor längere Zeit habe ich hier im Blog bereits aufgeführt wie ich den Mailserver auf der DS415+ installiert hatte.
Seitdem tut er klaglos ohne Fehler seinen Dienst und ich freue mich eigentlich jeden Tag aufs neue welche Möglichkeiten man mit einer NAS hat. Ich bin insbesondere auch von der Langlebigkeit der Systeme angetan.
Die Geräte werden über einen langen Zeitraum mit Aktualisierungen versehen (im Schnitt zwischen 5-7 Jahre).
Es gibt aber auch Fälle in welchem ein neues Paket (vorerst) der x86-Architektur vorbehalten ist und Geräte mit ARM-Prozessoren nicht oder erst später damit ausgestattet werden. 
Nun, meine DS415+ besitzt einen Intel Atom 64-bit – Prozessor und für diese Geräte wurde bereits vor längerer Zeit ein neues Paket zur Verfügung gestellt. Der “MailPlus Server“. Dieser ist im Grunde nur die etwas aufgebohrte Version des “alten” Mailservers, aber ich denke Synology wird zukünftig dieses Paket zu einer vollständigen Groupware ausbauen. 

Das war für mich Grund genug mir dieses besagte Paket direkt aus dem Paketzentrum zu installieren.

paketBesonders angetan war ich hier von der Möglichkeit eine Migration vom “alten” zum “neuen” Mailserver durchführen zu lassen, wobei alle Einstellungen und Mails übernommen werden. Trotzdem ist es natürlich ratsam ein aktuelles Backup zu haben und sich nicht blind darauf verlassen, daß schon nichts passieren wird. Zusatzlich und zu meiner eigenen Sicherheit habe ich vor der Migration meine Mails aus dem betreffenden Konto in Thunderbird in einen lokalen Ordner kopiert.

migrationmigration2

 

migration_ausfuehrungmigration_uebersicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die Migration hat in etwa 2min gedauert, und meine Mails waren alle -auf den ersten Blick- noch da.
Die nächsten Tage wird das neue System natürlich besonders getestet und im Auge behalten. 
Von Synology bin ich aber durchaus vernünftige Software gewohnt, so daß ich dem Ganzen positiv entgegensehe.

Monitoring fürs LAN

Durch die fortschreitende Technik sind virtuelle Maschinen (VM) auf diversen Hosts mittlerweile keine Seltenheit mehr und auch vermehrt in “privaten” Netzwerken anzutreffen. So auch bei mir. Unter anderem ein Nextcloud unter Debian, Windows Server 2016, OpenMediaVault sowie Win7 Ultimate und Win10 Pro. Hinzu gesellen sich natürlich noch die physischen Gerätschaften welche sich im Laufe der Zeit so ansammeln. Um so mehr wünscht man sich einen zentralen Punkt wo sich diverse Statusinformationen über die Geräte/VMs vereinen, anstatt sich auf jedem Gerät einzeln anmelden zu müssen.

Bei Tests mit Observium bin ich nie richtig glücklich geworden. Der “Workflow” wollte sich damit einfach nicht einstellen. Die Platzhirsche Nagios oder Icinga erschienen mir als reiner Overkill. Nach weiteren Tests bin ich nun von LibreNMS recht angetan welches schon ein paar Tage hier seine Dienste verrichtet. Bei der Installation habe ich mich an https://docs.librenms.org/#Installation/Installation-Ubuntu-1604-Apache/ gehalten. Mit der Anleitung sollte es keine Probleme geben. Einzig das Paket “curl” muß u. U. noch manuell auf dem Unterbau nachinstalliert werden. Das wird in der Anleitung nämlich nicht erwähnt. Die Installation dauert etwa 30 Minuten. Danach ist das WebIF über die lokale IP erreichbar. Schnell noch ein paar Geräte hinzugefügt, bisschen gewartet und schon sollten die ersten Graphen generiert werden.

Man könnte das ganze natürlich noch maximieren, indem man Dienste der Hosts mit aufnimmt, SNMPv3 verwendet, umfangreiche Regeln für die Alarmierung schreibt aber das geht nicht “so schnell nebenbei”. Für mich ist es ein Kompromiß zwischen schnellen Ergebnissen und vernüftigem Monitoring ohne Tage oder Wochen dafür investieren zu müssen. LibreNMS selbst läuft in einer VM auf der DS415+ und ist mit einem Kern und 512 MB RAM äußerst genügsam.

 

             

Datenbanken per Script sichern

Die Tage hatte ich mich mit der Umsetzung eines automatisierten Backups der Datenbanken auf der DS415+ befasst. Das kann man auch mit Hyper Backup bewerkstelligen, ich wollte es aber diesmal mit einem Script probieren. Fündig bin ich im Synology Wiki geworden. Da aber das dort angegebene Script von 2013 ist war nur eine Änderung bezüglich eines Pfades notwendig.

#!/bin/bash
#
# dieses Skript kann man beliebig oft ausführen
#
# Anzahl der Sicherungen die aufgehoben werden sollen
KEEP=10
BACKUPS=`find /volume1/Backup/Datenbanken -name "mysqldump-*.gz" | wc -l | sed 's/\ //g'`
while [ $BACKUPS -ge $KEEP ]
do
ls -tr1 /volume1/Backup/Datenbanken/mysqldump-*.gz | head -n 1 | xargs rm -f
BACKUPS=`expr $BACKUPS - 1`
done
DATE=`date +%Y%m%d%H%M%S`
rm -f /volume1/Backup/Datenbanken/.mysqldump-${DATE}.gz_INPROGRESS
/bin/mysqldump --opt -uroot -pPasswort für MySQL --all-databases | gzip -c -9 > /volume1/Backup/Datenbanken/.mysqldump-${DATE}.gz_INPROGRESS
mv -f /volume1/Backup/Datenbanken/.mysqldump-${DATE}.gz_INPROGRESS /volume1/Backup/Datenbanken/mysqldump-${DATE}.gz
exit 0

Der Rot markierte Pfad ist in dem Script vom Wiki veraltet.

Das Script wird auf einer Freigabe der Diskstation gespeichert und kann dann mit dem Aufgabenplaner an eure Bedürfnisse angepasst ausgeführt werden. In meinem Anwendungsfall werden die Datenbanken stündlich nach /volume1/Backup/Datenbanken gesichert und die letzten 10 Versionen davon aufgehoben.

script2 script1

Das Speicherverzeichnis für die Datenbanken wurde zusätzlich noch in den Backupauftrag auf meine DS213 aufgenommen.