Stromausfall in Unterhaching

Gestern kurz vor Mitternacht gingen sämtliche Lichter aus.
Blindlings durch die Wohnung getappt auf der Suche nach der Taschenlampe. Beim Blick aus dem Fenster ist mir aufgefallen, daß die ganze Straße samt umliegenden Wohnungen dunkel war. Ich war also nicht allein. In sämtlichen Räumen Kerzen aufgestellt. Willkommen in der Steinzeit.

Mit dem Handy einen Bekannten angerufen. Der hatte eine Karte mit Störungsmeldungen ausfindig gemacht.
Mir selber war es über LTE nicht möglich, da das vermutlich auch in Mitleidenschaft gezogen war.
Umliegende Gemeiden waren auch betroffen.

Da mein Rack einen eigenen Stromkreis hat, vorsorglich die Sicherung dafür rausgenommen.
Ich wollte vermeiden wenn wieder Strom anliegt, daß sich die Geräte selbst einschalten.
Wer weiß ob nicht noch ein Ausfall folgt. Hat schon jemand im Kerzenschein eines Teelichts versucht das Katzenklo sauberzumachen? Katze füttern? Oder eine Spritze für die Katze aufzuziehen? War etwas aufregend das ganze.

Um etwa 01:30 Uhr war Strom wieder da. Ich habe noch etwas gewartet und die Sicherung wieder rein.
Switch, Firewall, QNAP, HomematicIP-AP und Fritz!Box haben gebootet.
Ich habe in meiner naiven Art gedacht das wird schon wieder passen.
Also auf dem Weg ins Bett. Dort wollte ich mit dem Tablet nach alter Gewohnheit noch eine Serie gucken.
Nur war mir das nicht möglich. Die Synology bootet schneller als die QNAP und die war schon längst fertig. Dauerping lief ins Leere. Ich wurde unruhig.
Nochmal aufgestanden, ins Rack geguckt und die Synology war aus. Ein beherzter Druck auf den Einschaltknopf hat sie zum Leben erwecken lassen.
Nach etwa 3 Minuten vollständig gebootet. Nun lief auch die Serienfolge an. Und so langsam beginne ich über eine USV nachzudenken…

Schach-Kandidatenturnier 2021

In Jekaterinburg wurde zwischen dem 19. und 28. April das wegen der Coronapandemie unterbrochene Kandidatenturnier fortgesetzt. Gesucht wurde der Gegner des langjährigen (seit 2013) Schach-Weltmeisters Magnus Carlsen aus Norwegen. Die ersten sieben von 14 Runden fanden bereits vor etwa einem Jahr statt, das Turnier wurde damals wegen der Coronapandemie unterbrochen. Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich) und Ian Nepomniachtchi (Russland) gehen als Führende in die zweite Hälfte des Turniers, einen Punkt dahinter folgen Mitfavorit Fabiano Caruana und drei punktgleiche Konkurrenten. Die Akteure im Überblick:

  • Fabiano Caruana (USA)
  • Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich)
  • Ding Liren (China)
  • Wang Hao (China)
  • Alexander Grischuk (Russland)
  • Ian Nepomniachtchi (Russland)
  • Anish Giri (Niederlande)
  • Kirill Alekseenko (Russland)

Als Gewinner des Schach-Weltpokals war auch Teymur Racabov qualifiziert. Doch der Aserbaidschaner verzichtete auf eine Teilnahme. Ian Nepomnjaschtschi hat das Schach-Kandidatenturnier mit 8 1/2 Punkten gewonnen. Mein persönlicher Favorit bei diesem Turnier -Fabiano Caruana- (Gewinner des Kandidatenturnier 2018) nahm mit 7 /1/2 den vierten Platz ein. Ursprünglich war der Beginn der Weltmeisterschaft auf den 20. Dezember 2020 in Dubai im Rahmen der Expo 2020 angesetzt. Wegen der Pandemie wurde sie jedoch, genauso wie die Expo, auf 2021 verschoben und soll nun vom 24. November bis 16. Dezember 2021 stattfinden. Carlsen wird auch in dieses WM-Spiel als Favorit gehen.

LibreNMS mit Nagios-Plugins

Das von mir geschätze LibreNMS verrichtet immer noch problemlos seinen Dienst. Nur von der Dienstüberwachung mit Icinga2 bin ich mittlerweile abgerückt. Dieses erledigt mittlerweile auch LibreNMS. Kein großes Hexenwerk. Hierfür müssen im Prinzip nur die Nagios-Plugins nachinstalliert werden, in der Config darauf verlinken und aktivieren.
In dem von mir als Unterbau genutzten Debian geschieht die Installation mit
apt install monitoring-plugins
In der config.php (üblicherweise unter opt/librenms) noch
$config['show_services'] = 1;
$config['nagios_plugins'] = "/usr/lib/nagios/plugins";

einfügen und im Prinzip ist das damit schon erledigt.
Services können nun im Webinterface unter dem neuen Menüpunkt “Service” -> Add Service” hinzugefügt und konfiguriert werden. Die Bekanntesten wie Ping, DNS, DHCP, SSH sind per Dropdown-Liste auszuwählen.

Es ist aber trotzdem möglich von dem Standard abweichende Ports gezielt zu überwachen.
Synologys DSM ist per Default unter https/5001 zu erreichen.
Unter “Parameters” muß demzufolge -p 5001 -S angegeben werden.
Mit dem “-p” wird der zur Überwachung festgelegte Port angegeben und mit der Option “-S” definiert man eine https-Verbindung.
Für meine Services der Syno DS1019+ sieht das zum Beispiel so aus

Update von OSMC

Die letzten Tage hat mich ein kleines aber störendes Problem beschäftigt. Mein Mediencenter OSMC welches auf einem Vero4K läuft lies sich nicht mehr aktualisieren. Bei einem Patchstand von 2020.6.1 doch mal wieder angebracht. Weder über die eingebaute Funktion in der GUI noch manuell über SSH hat es funktioniert. Die Oberfläche meldet bei dem Versuch spontan nur “Error” ohne weitere Informationen. Mit SSH konnte ich dem Ding wenigstens ein paar ein paar Fehlermeldungen entlocken.

E: Failed to fetch http://ftp.fau.de/osmc/osmc/apt/pool/main/a/armv7-lirc-osmc/armv7-lirc-osmc_0.9.4-6_armhf.deb  Hash Sum mismatch

E: Failed to fetch http://ftp.fau.de/osmc/osmc/apt/pool/main/v/vero3-wifi-osmc/vero3-wifi-osmc_1.3.0-1_armhf.deb  Writing more data than expected (14104 > 3732)

Der Versuch mit wget http://ftp.fau.de/osmc/osmc/apt/pool/main/v/vero3-wifi-osmc/vero3-wifi-osmc_1.3.0-1_armhf.deb die Datei runterzuladen und über dpkg manuell installieren hat funktioniert. War aber aufgrund der Anzahl der als fehlerhaft deklarierten Pakete nicht praktikabel.

Ein Bekannter hat mir dann den entscheidenden Tipp gegeben.

sudo apt -o Acquire::https::No-Cache=True -o Acquire::http::No-Cache=True update
sudo apt-get dist-upgrade

Damit greift er auf die Original-Datei aus dem Repository durch Umgehung eines etwaigen Cache zu. Zum Schluß noch ein wenig aufräumen:

sudo rm -rf *.deb
sudo apt-get clean
sudo apt-get autoremove

Nach einem Reboot ist OSMC auf Patchlevel 2020.11.1
Mal sehen, ob zukünftige Udates wieder über die GUI möglich sind…

Bye Bye Nextcloud

Ich habe die Entscheidung mehrere Wochen aufgeschoben. Fakt ist, daß ich meine Nextcloud in letzter Zeit nicht sehr häufig benutzt habe. Für Card,-CalDAV nutze ich die Synology-Eigenen Dienste, die Nutzerdaten liegen auch auf der Synology. Warum also nicht auf ein System – welches gewartet und gepflegt werden will – verzichten. Am Anfang war das ja ganz neu, toll und ambitioniert. Ich habe mir extra nochmal die Mühe gemacht, die jüngste Version 20.0.1 auf einem Debian 10.6 frisch zu installieren. Spaßeshalber habe ich mal die “Empfohlenen Apps” mitinstallieren lassen. Die Installation des “Collabora online – built-in Code server” hat nicht geklappt. Es hätte mich wirklich überrascht wenn alles auf Anhieb funktioniert hätte.

Überdrüssig bin ich auch der Beseitungen der ganzen Einrichtungswarnungen nach der Installation bzgl. Cache, Uploadlimit, SSL und so weiter gewesen. Mein Nutzerverhalten hat sich nicht großartig geändert, aber die Erwartungen an einen Dienst. Ich erwarte keine “One-Click”-Einrichtung aber unter “Benutzerfreundlich” verstehe ich was anderes. Vermutlich bin aber ich auch nicht die anvisierte Zielgruppe und das ist auch völlig in Ordnung. Positiv angetan war ich von dem neuen Dashboard welches so richtig gut und modern aussieht. Die Ernüchterung kam dann aber wieder bei den Standardsachen wie Files und Kalender. Sieht immer noch genauso alt aus.

Ich finde Nextcloud hat sich seiner ursprünglichen Intention etwas abgewandt. Es setzt meines Erachtens zu sehr auf Quantität als auf Qualität. Meine Ansicht deckt sich ein wenig mit Karsten, welcher in seinem Blog zu Nextcloud treffend schrieb:

Es zieht sich schon länger durch meinen Blog, aber ich will es doch noch einmal schreiben: die zunehmende Funktionsvielfalt halte ich für ein Problem. Ich denke nicht, dass ich die nunmehr integrierte Bearbeitungsfunktion von Officedokumenten tatsächlich nutzen werde. Das erledigen lokale Installationen besser (und schneller!). Interessant wohl ohnehin nur für Firmen und entsprechend große Umgebungen …

Ich werde das Projekt weiterverfolgen, evtl. mal die ein oder andere Installation mitmachen aber für produktive Sachen nehme ich zukünftig überwiegend die Dienste meiner Synology in Anspruch.